Strompreiserhöhung – Wie reagiere ich nun? 20. November 2010 Kein Kommentar
Regelmässig passen die Unternehmen die Strompreise an. Früher war man einer Strompreiserhöhung relativ hilflos ausgeliefert. Im heutigem Strommarkt hat man die Wahl und kann auf Wunsch den Stromanbieter wechseln. Allerdings haben die Verträge in der Regel eine Laufzeit und Kündigungsfristen. Wie reagiere ich nun also im Falle eine Strompreiserhöhung? Das gute voraus: Mit jeder Vertragsänderung steht ihne auch das Recht einer Vertragskündiung zu – man spricht hier von einem Sonderkündigungsrecht. Von diesem kann man auch im Falle einer Preiserhöhung Gebrauch machen.
Sonderkündigung
Entscheidet man sich für einen neuen Stromanbieter und macht von seinem Sonderkündungsrecht gebraucht, so ist zu beachten, dass man in diesem speziellem Fall nicht Gebraucht vom Angebot des neuen Anbieters machen sollte, die Kündigung beim altem Anbieter zu übernehmen. Stattdessen sollte die Sonderkündigung vom Kunden selber vorgenommen werden. Ein Grund hierfür ist, dass die Kündigungsfrist im Falle einer Strompreiserhöhung kürzer ist, als die normale Kündigungsfrist.
Zusammen mit der Kündigung sollte man auch Strompreise vergleichen und nach einem neuem Anbieter suchen. Wir empfehlen hierzu den Strompreisvergleich von Check24.
Strompreiserhöhung ohne Ankündigung
Eine Strompreiserhöhung ohne vorherige Ankündigung durch den Stromanbieter ist natürlich unzulässig. Soll aber in der Praxis schon vorgekommen sein. Der Anbieter hatte hier allerdings schon die Preiserhöhung angekündigt. Diese aber in einem nach Werbung aussehendem Prospekt “getarnt”.
Stromanbieter: TelDaFax 10. November 2010 Kein Kommentar
TelDaFax bietet seit Februar 2007 bundesweit Strom für gewerbliche und private Kunden an. 2008 stieg man dann zusätzlich in den Gasmarkt ein. Neben 500.000 Stromkunden beliefert das Unternehmen heute so auch 150.000 Kunden mit Gas.
Gesamt-Energieträgermix von TelDaFax im Jahr 2008
Kernenergie 29,6 %
Fossile & sonstige Energieträger (z. B. Steinkohle, Braunkohle, Erdgas) 56,3 %
Erneuerbare Energieträger (z. B. Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie) 14,1 %
Umweltauswirkungen
Radioaktiver Abfall 0,0008 g/kWh
CO2 Ausstoß 467 g/kWh
Im Oktober 2010 hat das Handelsblatt kritisch über die finazielle Situation von TelDaFax berichtet. Man warf TelDaFax in eine Art Schneeballsystem Neukunden anzuwerben um mit deren Vorauszahlen Strom einzukaufen. Zudem hätte im Jahr 2009 eine Insolvenz nur durch Bilanztricks verhindert werden können. TelDaFax dementierte die Vorwürfe. Am 4. November vermeldete TelDaFax, dass ein russischer Investor das Unternehmen mit einem zusätzlichem Kapital im mittlerem zweistelligem Millionenbereich ausstatten wird.
Stromanbieter wechseln in 5 Schritten 31. Oktober 2010 Kein Kommentar
Wenn Sie folgende 5 Schritte beim Wechseln ihres Stromanbieters berücksichtigen, sollte einem problemlosem Wechsel eigentlich nichts im Wege stehen:
- Raussuchen der Unterlagen vom aktuellem Stromlieferant: Die meisten neuen Stromanbieter übernehmen zwar die Kündigung, aber ein Blick auf die nächste Kündigungsmöglichkeit ist eine durchaus wertvolle Information. Außerdem schauen sie nach wie ihre aktuellen Konditionen lauten. Möglicherweise hat Sie ihr Stromanbieter bereits über Preisänderungen und ein damit einhergehendes Sonderkündigungsrecht informiert. Strompreisvergleiche berücksichtigen meist nur den aktuellen Preis und nicht bereits für die Zukunft angekündigte Preisänderungen. Natürlich sollten Sie auch berücksichtigen bis wann Sie ihr Sonderkündigungsrecht wahrzunehmen haben.
- Strompreisvergleich starten: Im Internet finden sich viele Anbieter von Strompreisvergleichen. Die meisten davon greifen allerdings auf die selben Daten zurück. Insofern ist es meist zweitrangig wo sie vergleichen. Wir halten Check24 für empfehlenswert.
Für den Vergleich sind nicht viele Angaben von Nöten. Ihre Postleitzahl ist wichtig, weil sich die Strompreise regional stark unterscheiden. Daneben ist natürlich noch die wahrscheinlich verbrauchte Strommenge von großer Bedeutung. Es gibt hier zwar oft Standardangaben durch die Anbieter, so soll ein 4-Personenhaushalt beispielsweise 5.000 kWh pro Jahr verbrauchen. In der Realität unterscheiden sich die Verbrauchsgewohnheiten der Menschen aber sehr stark. Nehmen Sie die letzte Rechnung ihres derzeitigen Stromanbieters zur Hand. Sofern es keinen speziellen Grund für einen deutlich veränderten zukünftigen Verbrauch gibt, sollten Sie sich an diesen Wert halten.
- Vergleichsergebnis durchsehen: Die Verarbeitung ihrer Daten und Ausgabe des Ergebnisses erfolgt in Sekundenschnelle. Nun muss Platz 1 allerdings nicht unbedingt die beste Wahl sein. Hier sollte ein genauerer Blick auf die Angebotskonditionen getätigt werden.
Die Anbieter auf den ersten Plätzen verlangen zumeist eine 12-monatige Vorauszahlung. Geht der Stromanbieter nun allerdings Insolvenz ist ihr Geld wahrscheinlich komplett verloren und für die restliche Laufzeit müssen Sie sich einen anderen Anbieter suchen und dort auch wieder regulär zahlen. Es empfiehlt sich also eine monatliche oder zumindest quartalsweise Vorauszahlung.
Ebenfalls zu beachten ist, das manche Anbieter Strompakete verkaufen. Hier sollten Sie sich sicher sein, dass sie das Strompaket auch sicher abnehmen, andernfalls haben Sie für eine Leistung gezahlt die Sie gar nicht in Anspruch genommen haben und wären mit einem anderem Stromanbieter möglicherweise günstiger gefahren.
Weitere wichtige Punkte sind Vertragslaufzeit und die Preisfixierung bzw. Preisgarantiedauer.
- Anbieterwechsel einleiten: Haben Sie sich für einen Anbieter enschieden, ist der weitere Ablauf kinderleicht. Sie müssen lediglich ihre Daten in einem Onlineformular angeben und der neue Anbieter übernimmt dann für Sie die Kündigung beim bisherigem Stromlieferanten.
- Nächster Wechseltermin: Notieren Sie sich den Termin für den nächsten Stromwechsel. In den meisten Fällen wird ihr neuer Vertrag für 12 Monate laufen. Sollte ihr neuer Anbieter in diesem Zeitraum allerdings den Preis erhöhen, haben Sie natürlich ein Sonderkündigungsrecht. Bei der aktuellen Entwicklung des Strommarktes empfiehlt es sich, bei jedem Laufzeitende einen neuen Vergleich anzustrengen. Beachten Sie bitte, dass die meisten Anbieter mit Neukundenboni ködern. Lassen Sie ihren alten Vertrag also so weiterlaufen, sollten Sie beim Vergleich berücksichtigen, dass Sie nun nicht mehr vom Bonus profitieren und entsprechen bis zu 200,- Euro mehr zahlen müssen. Zudem profitieren Sie natürlich nicht von den im Vergleich berücksichtigen Neukundenboni ihres aktuellen Anbieters.
Stromanbieter: Tchibo Kein Kommentar
Nur Kaffee gibt es von Tchibo schon lange nicht mehr. Neben vielen anderen Angeboten ist Tchibo nun auch unter die Stromanbieter gegangen. Angeboten wird 100 Prozent Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen. Dabei soll es sich um 100 Prozent Wasserkraft handeln. Bestätigt wird dieses durch das “ok-power Label”. Hinter diesem stehen das Öko-Institut, die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und der WWF Deutschland. Er wird für Angebote vergeben, die klimaschonend produzierten Strom liefern. Tchibo tritt als eigenständiges Energieversorgungsunternehmen auf.
Der von Tchibo angebotene Strom entstammt norwegischer Wasserkraft. Es entstehen keine CO2-Emissionen und bei dieser Stromherkunft natürlich auch kein radioaktiver Abfall. Zum Vergleich finden sich hier die Durchschnittswerte für Deutschland.
Zudem versucht Tchibo sich durch kundenfreundliche Modalitäten von der Konkurrenz abzuheben. So gibt es eine 12 monatige Preisgarantie, die Kündigung ist monatlich möglich und es muss nicht Vorauskasse gezahlt werden. Letztlich ist man im Vergleich zu Nicht-Ökostromangeboten und auch anderen Ökostrom dafür aber auch “relativ” teuer.
Stromanbieter: FlexStrom 30. Oktober 2010 Kein Kommentar
2004 trat die Flexstrom GmbH als einer der ersten unabhängigen Stromanbieter auf dem deutschem Markt auf. 2008 wurde dann aus der GmbH mit Haupsitz in Berlin eine AG. Ein Börsengang erfolgte allerdings bisher nicht.
Die Stromangebote von Flexstrom beinhalten oft ein Strompaket. Hier muss sich der Kunde im voraus festlegen, wieviel Strom er abnimmt. Nutzt er dieses Paket nicht voll aus, muss er es trotzdem komplett zahlen. Verbraucht er über das Strompaket hinaus, wird dieser Mehrverbrauch entsprechend dem vereinbarten Preis abgerechnet. Zwischenzeitlich bietet Flexstrom aber auch verstärkt Pakete ohne dieses Strompaket an. Diese sind zwar etwas teurer, bieten dafür aber eine höhere Flexibilität. Zudem enthalten die Stromangebote Preisgarantien von 3 bis 12 Monaten.
Unter der Marke Okö-Flex bietet Flexstrom auch Ökostrom an. Das hier vorgewiesene RECS-Zertifikat ist allerdings umstritten und wird von Verbraucherschützern und Energieexperten kritisiert.
Gesamt-Energieträgermix von FlexStrom im Jahr 2008
Fossile & sonstige Energieträger (z. B. Steinkohle, Braunkohle, Erdgas) 44,6 %
Kernenergie 22,4 %
Erneuerbare Energieträger (z. B. Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie) 33,0 %
Umweltauswirkungen im Jahr 2008
CO2-Emissionen 368 g/kWh
Radioaktiver Abfall 0,0006 g/kWh
Produkt-Energieträgermix des Ökostroms von FlexStrom (genannt ÖkoFlex) im Jahr 2008
Herkunft: Wasserkraft 66,3 %
Windkraft 16,6 %
EEG-Strom (§16 EEG) 17,1 %
Umweltauswirkungen im Jahr 2008
CO2-Emissionen: 0 g/kWh
Radioaktiver Abfall: 0,0000 g/kWh
Zum Vergleich finden sich hier die Durchschnittswerte für Deutschland.
Durchschnittswerte für Energieherkunft und Umweltauswirkungen in Deutschland 2 Kommentare
Energieherkunft
Fossile & sonstige Energieträger (z. B. Steinkohle, Braunkohle, Erdgas): 58,8 %
Kernkraft: 25,4 %
Erneuerbare Energieträger (z. B. Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie): 15,8 %
Umweltauswirkungen
CO2-Emissionen: 506 g/kWh
Radioaktiver Abfall: 0,0007 g/kWh